10. Geboren im Frühling, der Sommer war weit und trocken

Röslau – Wunsiedel
Röslau – Wunsiedel

Röslau – Wunsiedel


Verlauf der Etappe auf einer Karte nachschauen bei Literaturportal Bayern.

Dienstag, der 14. August 2012.

In Röslau fanden wir gestern noch einen echten Tante-Emma-Laden, namens »Wunschel«. Zwei ältere Damen saßen auf zwei Stühlen, die man draußen vor den Laden gestellt hat, und hielten ein Schwätzchen. Ich wartete mit Fidel draußen und Peter machte den Einkauf. der dann etwas länger dauerte, ihn aber in helle Begeisterung versetzte: »Alles, was man braucht, kriegt man hier! Ist zwar alles Kraut und Rüben, aber es gibt noch Salzheringe aus dem Eimer! Jetzt rate mal, was es morgen bei uns gibt?«

 

Am Abend dann, hatte die Flaschenbierschwägerin Peter erzählt, dass es schon Herbst wird.

»Wieso, wir haben doch erst Mitte August?«, fragte Peter erstaunt.

»Bei uns is des anders. Wenn’s Korn vo de Felder is und de Ballen liegn, dann fangt da Herbst a. Dann kann man abends auch nicht mehr draußen sitzen. Bei uns is des scho ziemlich rau hier.« 

So beschrieb sie ihre Heimat und packte Peter die letzten Flaschen vom ge­haltvolleren Papst-Benedikt-Bier ein, die wir dann zum Einschlafen tranken. Mit des Papstes Segen ruhte es sich noch einmal so gut.

 

Am nächsten Morgen ist es aber knalleheiß. Der Anfang des Weges zeigt sich schattenlos. Wir mühen uns über den heißen Asphalt des Gewerbegebietes von Röslau und stoßen am Rande auf Stationstafel 50:

Auf dem Jean-Paul-Weg – Stationstafel 50 »Wieviel Dinge braucht der Mensch?« am Rande von Röslau
Auf dem Jean-Paul-Weg – Stationstafel 50 »Wieviel Dinge braucht der Mensch?« am Rande von Röslau

Wieviel Dinge braucht der Mensch?

Nimm dich zusammen und betrachte unsern Schuhflicker: tunkt er nicht ebenso freudig in seine blecherne Sauciere ein, in der sich zugleich der Braten ausstreckt? – Du sitzest hinter deinem Nähkissen und kannst nicht sehen, daß die Menschen toll sind und schon Kaffee, Tee und Schokolade aus besonderen Tassen, Früchte, Salate und Heringe aus eignen Tellern, und Hasen, Fische und Vögel aus eigenen Schüsseln verspeisen – Sie werden aber künftig, sag’ ich dir, noch toller werden und in den Fabriken so viele Fruchtschalen bestellen, als in den Gärten Obst abfallen – ich tät’s wenigstens, und wär’ ich nur ein Kronprinz oder Hochmeister, ich müßte Lerchenschüsseln und Lerchenmesser, Schnepfenschüsseln und Schnepfenmesser haben, ja eine Hirschkeule von einem Sechzehn-Ender würd’ ich auf keinem Teller anschneiden, auf dem ich einmal einen Acht-Ender gehabt hätte.

 

Am Morgen setze Firmian sich wieder auf seinen kritischen Schöppenstuhl und beurteilte. Er hätte ein Heldengedicht machen können, so wenig sausten die bis­herigen Passatwinde der Morgenstunden. Er zeigte der Welt von früh 8 Uhr bis mittags um 11 Uhr das Programm des Dr. Franks in Pavia günstig an. Er beurteilte, lobte, tadelte und exzerpierte das Werkchen so lange, bis er glaubte, er habe damit so viel Papier vollgemacht, daß der Ehrensold für das Papier dem Pfandschilling für die Heringschüssel, für die Salatiere und Sauciere und den Teller beikomme – nämlich einen Bogen lang war seine Meinung über die Rede, und 4 Seiten und 15 Zeilen.

 

Jean Paul »Siebenkäs«

Blumen-, Frucht- und Dornenstücke oder Ehestand, Tod und Hochzeit des Armenadvokaten Firmian Stanislaus Siebenkäs im Reichsmarktflecken Kuhschnappel, kurz »Siebenkäs«

Roman, 1796–97 in Berlin veröffentlicht

Während ich die Stationstafel lese, »klettert« Fidel mit seinen Vorderpfoten an meinen Beinen hoch, streckt sich, so weit er kann, mir entgegen und sagt: »Ich weiß die Antwort: Gefährten, ein Zuhause und Freude.«

Unser Weg heute ist breit und steinig. Sengend, brennend. Er scheint uns ein wenig gnadenlos, wie der »Camino«, der Jakobsweg, der in Spanien über karge Höhen zieht. Endlos. Wir kennen das Bild nur aus Bildern. Aber wir fühlen ein bisschen so. Kleine Staubwolken tänzeln hinter unseren Fersen. Am Weges­rand kein einziger Busch, kein einziges Gewächs, für Fidel gibt es nichts zu schnuppern. Er hechelt, ich gebe ihm Wasser, das ich immer im Rucksack habe. Wie gerufen kommt jetzt die gute Bank am Rande des Weges …

Auf dem Jean-Paul-Weg – Stationstafel 51 »Beim Gehen« hinter Röslau
Auf dem Jean-Paul-Weg – Stationstafel 51 »Beim Gehen« hinter Röslau

… und Stationstafel 51:

Beim Gehen

Die Bank am Wege erfreut als Zeichen des Kosmopolitismus.

 

Man hat ein seltsam ruhiges Gefühl bei dem bloßen Spazierengehen auf einer Landstraße, wenn man die Reisenden in hastigem Fortfahren darauf sieht.

 

Kein Mensch kann einen Spaziergang machen, ohne davon eine Wirkung auf seine Ewigkeit mit nach Hause zu bringen – so gewiß jedes Spornrad (ein Stachelrad in einem Sporn), jeder Himmels- und Ordensstern, Käfer, Fußstoß, Handschlag sich in uns so gut eingräbt, als in den Granitgipfel ein leiser Tonfall und das Bestreifen einer Nebelwolke.

Ich habe Angst, dass ich mich beim Schreiben wiederhole, dass ich mich an so vielen Kleinigkeiten störe, die doch hier auf dem poetischen Weg nichts zu suchen haben. Meine Gedanken meine ich. Dieses ewige Hochkommen von unliebsamen Gefühlen. Ich will sie wegschieben und versage. Ach komm’ Hilde, lauf, lauf einfach weiter …

Das Korn ist tatsächlich abgemäht. Um uns herum Stoppelfelder, die in der Ferne braun schimmern, so als ob sie schon gepflügt wären. Tatsächlich er­kennen auch wir die Vorboten des Herbstes, erst jetzt bewusst. Nun, wo wir doch hin zum Frühling wandern, zum 21. März, nach Wunsiedel, wo Jean Paul als Johann Paul Friedrich Richter 1763 in die Welt kam:

… Nachts ein Uhr dreißig wird das Kind geboren, … beginnt Günter de Bruyn Jean Pauls Biografie, … es lebt und ist gesund, was damals als selbstverständlich nicht gelten kann. Von den sieben Kindern, die Rosine Richter im Laufe ihrer Ehe zur Welt bringt, überleben zwei die ersten Tage nicht. … Dann weiter: … Es ist die Nacht zum 21. März. Mit dem Kind zugleich kommt der Frühling, wie immer sehnlich erwartet. Noch ist auch das Leben der Städter stärker dem Wechsel der Jahreszeiten unterworfen. Die Straßen sind im Winter kaum passierbar. In den meist zu engen Wohnungen der Kleinbürger ist selten mehr als eine Stube heizbar. Kerzen, Kienspan oder Ölbeleuchtung geben miserables Licht. Das macht die Freude verständlich, mit der noch der alte Jean Paul immer wieder betont, dass der Frühling und sein Leben zugleich begonnen haben. Die Tag- und Nachtgleiche scheint ihm in Beziehung zu stehen zu seinem »Doppelstil«, dem humoristisch-satirischen und dem pathetisch-sentimentalen, er zählt die Zugvögel auf, die mit ihm zusammen anlangten, und er weiß die Pflanzen zu nennen, deren Blüten man hätte auf seine Wiege streuen können: Scharbockskraut, Ackerehrenpreis oder Hühnerbißdarm – Namen, die sich anhören als seien es seine Erfindung. Nachzulesen ist das im Fragment seiner Autobiografie (Selberlebensbeschreibung), die erst nach seinem Tode veröffentlicht wurde. …

Vernachlässigen wir einmal die historischen Details der unzähligen deutschen Klein­staaten, Kleinkriege, Friedensverträge, Preußen, Bayern usw., so kann man mit de Bruyns Worten zusammenfassend sagen:

… er in einem winzigen Feudalstaat (das Fürstentum Bayreuth) aufwächst, und zwar nicht unter Adligen oder Patriziern, sondern unter Kleinbürgern und Bauern. …

Sein angeborener Status

Die Perspektive seines Lebens ist die von unten. Sein Vater und auch sein Großvater waren Lehrer und Schulmeister. Das war damals, im Gegensatz zu heute, eine Elendsexistenz. Aus Günter de Bruyn »Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter«:

… Das Erste, was ein armer Kandidat beim Antritt einer Schulstelle machen musste, waren Schulden. Denn das Amt musste erkauft werden; das des Kandidaten Richter in Wunsiedel 1760 für fünf Gulden – für mehr als die Hälfte eines Monatsgehalts, das so gering war, dass auch nur einen Pfennig zur Schuldentilgung von ihm einzusparen unmöglich schien. Nach Erhöhung im zweiten Jahr belief sich das Jahresgehalt des Tertius Richter auf 119 Gulden. Zur Erhaltung einer Familie reichte das nur aus, wenn viele Taufen, Hochzeiten und Leichenfeiern ein paar Sonder­groschen für Orgelspielen einbrachten oder die Erhöhung der Schülerzahl den Anteil am Schulgeld vergrößerte. Denn kostenlos war der Schulbesuch nur für die Ärmsten der Armen. …

 

Man erfährt, der Vater war auch Organist und Pfarrer. Pfarrer, weniger aus religiösen Gründen, sondern weil das Studium der Theologie nichts kostete. Als Pfarrer bekam er zwei Jahre später, 1765, eine besser dotierte Stelle in Joditz angeboten. Die Familie zog um, da war der kleine Johann Paul Friedrich zwei Jahre alt.

 

So kann man sich im nahen Wunsiedel also sein kleines, junges Dasein vorstellen. Er wird hier Laufen gelernt haben.

Jean Paul war arm, aber durch die Bildung seines Vaters hatte er eine rie­sen­gro­ße Möglichkeit, denke ich mir. Bildung ist der Zugang nicht nur zu Wissen, sondern im Besonderen zu Denken, Fühlen, Kontinuität und Be­wusstsein. Das machte ihn Durststrecken überleben, Zusammenbrechen im Leid mildern, um sich kurz vor dem immerkommenden Ertrinken wieder an Erinnerungen oder an etwas Selbsterschaffenem festzuhalten, wenn sonst nichts und niemand da ist. Auch wird Natur für ihn immer das einzig Verlässliche sein, das ihm somit Vertrauen schenkt. Sie ist stark, sie ist ehrlich, sie ist immer da und wird wird immer noch da sein, auch wenn er längst nicht mehr da ist.

 

Jean Pauls Geburt am Frühlingsanfang war ihm Hoffnung und Auftrag zugleich. In sei­ner »Selberlebensbeschreibung« schreibt er:

 

… Tief hinunterreichende Erinnerungen aus den Kindjahren erfreuen, ja erheben den bodenlosen Menschen, der sich in diesem Wellendasein überall festklammern will, unbeschreiblich und weit mehr als das Gedächtnis seiner spätern Schwung­zeiten; vielleicht aus den zwei Gründen, dass er durch dieses Rückentsinnen sich später an die von Nächten und Geistern bewachten Pforten seines Lebens in der geistigen Kraft eines frühen Bewusstseins gleichsam eine Unabhängigkeit vom ver­ächtlichen kleinen Menschkörperchen zu finden glaubt. …

Die über alles hinwegtragende Geborgenheitserfahrung des Getragenwerdens

Weiter schreibt Jean Paul dann:

… Ich bin zu meiner Freude imstande, aus meinem zwölf-, wenigstens vierzehnmonatlichen Alter eine bleiche Erinnerung, gleichsam das erste geistige Schneeglöckchen aus dem dunklen Boden der Kindheit noch aufzuheben. Ich erinnere mich nämlich noch, dass ein armer Schüler mich sehr lieb gehabt und ich ihn und dass er mich immer auf den Armen – was angenehmer ist als oft später auf den Händen – getragen und dass er mir in einer großen schwarzen Stube der Alumnen Milch zu essen gegeben. Sein fernes nachdunkelndes Bild und sein Lieben schwebt mir über spätere Jahre herein; leider weiß ich seinen Namen längst nicht mehr; aber da es doch möglich wäre, dass er noch lebte, hoch in den Sechzigern, und als vielseitiger Gelehrter diese Vorlesungen in Druck vorbekäme und sich dann eines kleinen Professors erinnerte, den er getragen und geküsst – – ach Gott, wenn dies wäre, und er schriebe, oder der ältere Mann zum alten käme! – Dieses Morgensternchen frühester Erinnerung stand in den Knabenjahren noch ziemlich hell in seinem niedrigen Himmel, erblasste aber immer mehr, je höher das Taglicht des Lebens stieg; – und eigentlich erinnere ich mich nur dies klar, dass ich mich früher von allem heller erinnert. – …

 

Oder die durch Erzählungen erinnerte Begebenheit aus dieser Zeit: 

… Meine Eltern waren mit mir als 5 Monat altem Kinde zu seinem (des Großvaters) Sterbelager gereiset. Er war im Sterben als ein Geistlicher (wie mir mein Vater öfter erzählt) zu meinen Eltern sagte: lasset doch den alten Jakob die Hand auf das Kind legen, damit er es segne. Ich wurde in das Sterbebett hineingereicht und er legte die Hand auf meinen Kopf – Frommer Großvater! Oft hab’ ich an deine im Erkalten segnende Hand gedacht, wenn mich das Schicksal aus dunklen Stunden in hellere führte; und ich darf schon den Glauben an deinen Segen festhalten in dieser von Wundern und Geistern durchdrungenen, regierten und beseelten Welt! …

Alte Tür im Dörflein Biberbach
Alte Tür im Dörflein Biberbach

Nun wandern wir wieder in ein Tal. Da liegt das Dorf Biberbach. Jetzt wäre ein Gasthaus fein, aber Peter hat es erfragt: seit acht Jahren gibt es keins mehr. Also weiter, wieder bergan, dieses Mal auf einem Tannenzapfenpfad direkt neben der Straße, die durch einen Wald führt. Von der Seite her weht Heuduft bis ins Wäldchen und Stationstafel 52 in unseren Sinn:

Was da fliegt und kreucht

 

Wie der alte und ewige Ausbau des Blättchens und dessen Käfers eine stehende Vorsehung ist, so ist die Geschichte beider Wesen und der Völker eine wandelnde.

 

Mancher witzige Einfall sticht gleich den Bienen nur einmal.

 

Der schönste Sommervogel indes, ein zarter blauer Schmetterling, welcher den Helden in der schönen Jahrzeit umflatterte, war seine erste Liebe. Es war ein blau­augiges Bauernmädchen seines Alters, von schlanker Gestalt, eirundem Gesicht mit einigen Blatternarben, aber mit den tausend Zügen, welche eben wie Zauber­kreise das Herz gefangen nehmen.

Jean Paul »Selberlebensbeschreibung«

 

 

Quintus Fixlein wagte sich ohne Baubegnadigung an die Baute eines Lehmhauses, nicht nur für Bauern, sondern für Fliegen; daher man es gut in die Tasche stecken konnte. Dieses Mückenhospital hatte seine Glasscheiben und einen roten Anstrich und besonders viele Alkoven und drei Erker; denn Erker liebte er. Aus den blit­zenden Augen sah der Baudirektor seine Mietsleute an den Fenstern herumkriechen oder aus dem Zuckertroge naschen. Nur ein solches Mücken-Louvre war ihm gerade ein nettes Bürgerhaus.

Jean Paul »Leben des Quintus Fixlein«

Oben auf dem Berg, am Waldrand, eröffnet sich uns dann ein grandioser Blick. Und da ist auch eine Bank.

»Hinten, in der Senke, da muss Wunsiedel liegen«, mutmaße ich.

Auf dem Jean-Paul-Weg – kurz vor Wunsiedel
Auf dem Jean-Paul-Weg – kurz vor Wunsiedel

Und vor uns, auf einem Feld, da sehe ich sie jetzt: die Strohballen, von der die Flaschenbierschwägerin sprach. Ein kleiner Nutztraktor darf sie aufsammeln.

Im Fichtelgebirge –Getreideernte mitten im August
Im Fichtelgebirge –Getreideernte mitten im August

Es geht weiter am Waldrand entlang. Dann vernehmen wir ein konstant brummendes Motorengeräusch.

»Pass auf, das ist ein Stromgenerator!«, antwortet Peter auf meinen fragenden Blick. Und siehe da, da entdecken wir doch hier oben, so völlig in Alleinlage, ein Wochenendhaus, rundum halbhoch eingezäunt. Am Zaun hängt gut sicht­bar ein Schild. Wir lesen: »Goethe war nie hier - auch Jean Paul nicht! FGV.«

War Jean Paul hier?

Vor dem kleinen Haus sitzen zwei ältere Leutchen auf einer Bank. Anscheinend haben sie uns beobachtet und machen sich jetzt bemerkbar: »Ja, sie lesen richtig: Goethe war nie hier und Schooh Pol auch nicht«, meint der Mann.

»Hm, versteh’ ich nicht. Ich meine, es geht ja nicht darum, dass er hier war, sondern darum, dass er in Wunsiedel geboren wurde«, kommentiere ich klugredend.

»Ha, die Wanderer glauben, er war direkt hier, und dann machen sie die Wegmarkierungen ab und nehmen sie mit. Das ärgert den Fichtelgebirgsverein!«, ruft er zurück.

»Als Reliquie, quasi?«, frage ich.

»Ja, ja«, sagt dann die Frau, »das ist doch verrückt, als Zweijähriger war der wohl kaum hier im Wald!«

Wir lachen.

»Einen schönen Tag noch«, rufen wir und die beiden grüßen lustig zurück.

 

Heute denk’ ich mir: Wer weiß, vielleicht wurde er hier entlang getragen?

Jean-Paul-Wegmarkierung
Jean-Paul-Wegmarkierung

Wir laufen noch ein bisschen über die Höhe, bis wir Stationstafel 53 begegnen.

Wie auf Bergen

Nur die Tiefe nebelt, nicht der Berg.

 

Man steigt den grünen Berg des Lebens hinauf, um oben auf dem Eisberge zu sterben.

 

Kurz, ich glaube fest, daß eine gewisse ideale Zartheit und Reinheit der weiblichen Seele sich auf keiner Stelle so schön entwickeln könne als auf der höchsten, dem Throne, so wie auf Bergen die schönsten Blumen blühen, von Gebirgen der feinste Honig kommt.

 

In phantasiereichen Menschen liegen, wie in heißen Ländern oder auf Bergen, alle Extreme eng beieinander.

 

Poesie soll die fröhliche Wissenschaft sein und wie ein Tod zu Göttern und Seligen machen. Wie eine Perlenmuschel muß sie jedes ins Leben geworfene scharfe oder rohe Sandkorn mit Perlenmaterie überziehen. Ihre Welt muß eben die beste sein, worin jeder Schmerz sich in eine größere Freude auflöst und wo wir Menschen auf Bergen gleichen, um welche das, was unten im wirklichen Leben mit schweren Tropfen auffällt, oben nur als Staubregen spielt.

Auf dem Jean-Paul-Weg – die blauen Bergrücken des Fichtelgebirges, kurz vor Wunsiedel
Auf dem Jean-Paul-Weg – die blauen Bergrücken des Fichtelgebirges, kurz vor Wunsiedel

So sucht der Mensch instinktiv nach den Freuden des Lebens, weil es sich im Jammertal nicht wohnen lässt. Man steht immer wieder auf, um sich auf den Weg zu machen und sich einen Gefährten zu suchen, denn alles ist, freudlos ohne einen Gefährten. Ich sehne mich nach mehr Menschen, die uns begegnen, vielleicht so wie auf dem »Camino«, auf dem Tausende pilgern. Aber auf dem noch so jungen Jean-Paul-Weg ist das schwierig.

 

Ich hätte mein ganzes Leben nicht gedacht, dass das Echte-Freunde-Finden überhaupt das Schwierigste ist. Selbst in einer Familie für immer unterein­ander Freundschaft zu bewahren, ist schon heikel. Wie viele Familien brechen auseinander, oft weiß man gar nicht warum. Schleichend wird der eine oder andere aus dem Kreis ausgeschlossen. Das war in früheren Zeiten noch viel schlimmer. Wenn jemand homosexuell war, oder ein uneheliches Kind er­wartete, oder beruflich zu kämpfen hatte, oder einfach »aus dem Mond ge­fallen« war, so Schiller über Jean Paul, wie schnell war man ausgestoßen, weg, und unsichtbar gemacht.

 

Ich höre schon die sich selbst rechtfertigenden Gedanken der Ausstoßenden: Na ja, ein bisschen ausstoßen, das ist doch gar nicht so schlimm, tut doch nicht weh, wie kann man nur so empfindlich sein, ist der ja selber schuld, wenn der so unversöhnlich ist, nicht verzeihen kann … usw. 

Was da irgendwie harmlos klingt, ist in Wirklichkeit grausam. Keine Empathie zu finden ist wie Isolationshaft ohne Zelle. Und, ist man einmal auf der ausgestoßenen Seite, wird es in Zukunft nahezu unmöglich, wieder in eine Gemeinschaft, egal welche, hineinzufinden. Zu Weit-weg ist man geworden.

War das die geheime und nachhaltig sehr wirkungsvolle Absicht?

 

Das Traurige ist, die guten Gefährten begegnen sich gegenseitig schlecht. Sie treten nicht in Gruppen auf. Sie wurden ja sozusagen zu Einzelgängern gemacht. Und sie sind meistens stiller – eigentlich respektvoller – als andere.

 

Ein gutes Mittel, um eine Isolationshaft zu überleben, ist die Poesie. In den kleinen verbleibenden Dingen und Wesen um einen herum, das göttlich Verbundene sehen zu können, vermittelt ein Bleiberecht in der Zukunft. Eine Zukunft, die weit über den Tod hinausreicht und dieses Mal vielversprechend von ewiger und geselliger(!) Dauer sein wird.

»Die Poesie ist die Aussicht aus dem Krankenzimmer des Lebens.« Jean Paul

Komm’, wir laufen einfach weiter. Hinfallen, aufstehen, weiterlaufen.

 

Wir gelangen zum Weiler Valetsberg. Ein paar Häuser, ein paar Scheunen, ein paar Landmaschinen, niemand da. Dann ziehen wir weiter, immer bergab, Wunsiedel ist nur noch drei Kilometer entfernt. Wieder begleiten uns betafelte Lehrpfade, jetzt der »Landschaftslehrpfad – Geologie und der Landschaftslehr­pfad – Geschichte«. Ein bisschen lesen wir. »Aha, so …« und »So ist das, is’ ja inter­essant …«, brummeln wir vor uns hin.

 

Und dann, am Rand von Wunsiedel kommt eine echt lustige Tafel, wie ich finde, nämlich »Der Vogelwecker«. Er macht mich fröhlich, ich weiß gar nicht warum. Welcher Vogel fängt um wie viel Uhr an zu singen? Ach, wie süß!

Der Vogelwecker – Naturlehrtafel bei Wunsiedel
Der Vogelwecker – Naturlehrtafel bei Wunsiedel

Der Vogelwecker

Nachtigall - singt die ganze Nacht
Gartenrotschwanz - 2:55 Uhr
Rotkehlchen - 3:05 Uhr
Singdrossel - 3:15 Uhr
Amsel - 3:20 Uhr
Zaunkönig - 3:30 Uhr
Kuckuck - 3:40 Uhr
Kohlmeise - 3:50 Uhr
Buchfink - 4:00 Uhr
Star - 4:30 Uhr

Singvögel besitzen ein besonderes Organ, die Syrinx (ähnlich unserem Kehlkopf), welches ihnen ermöglicht, vielfältige, klangschöne und laute Töne hervorzubringen.

Mit dem Gesang lockt das Männchen zur Paarungszeit das Weibchen an, grenzt sein Revier ab und warnt männliche Zeitgenossen vor dem Eindringen. Die Singvögel bevorzugen verschiedene Singplätze, sogenannte Singwarten. Beispielsweise wählt die Amsel gerne Baumkronen, das Rotkehlchen singt oft im Gebüsch und der Zaunkönig gewöhnlich irgendwo im Unterholz. Der Beginn des Gesangs richtet sich nach dem Sonnenaufgang. Die Vögel beginnen nicht immer zur gleichen Zeit mit ihrem Gesang, jedoch immer in derselben zeitlichen Reihenfolge.

 

Man kann sie sich auch bei www.deutsche-vogelstimmen.de anhören.

Noch die Singvögel im Kopf zuppeln wir weiter, in Wunsiedel hinein, ein bisschen Vorstadt, Vorgärten, Gärten mit Schaukeln, Garagen, Bolzplätze, ein Moped braust vorbei. Dann stoßen wir auf eine Ringstraße, so deuten wir sie, und da steht doch eine Jean-Paul-Tafel in einem anderen, wirklich schönem Look: Dieses Mal gehört sie zum Jean-Paul-Rundweg in Wunsiedel. Hier steht der Text schwarz auf weißem Papierbogen, gleich einem Buch.

Im Jahr 2009, justament am 21. März, wurde der restaurierte Jean-Paul-Rundwanderweg oberhalb der Stadt mit den 27 Limerick-Stationen eröffnet. Schon im Jahr 2000 hat Studiendirektor Hartwig Küspert mit Schülern des Luisenburg-Gymnasiums den Weg entwickelt. In frechen Reimen wird hier Jean Pauls Leben nacherzählt.

 

Und! Die Lang-Bräu aus Schönbrunn bringt nur zu diesem Anlass, heißt es hier, ein neues Jean-Paul-Bier heraus, mit dem Jean-Paul-Weg auf dem Etikett. Huch, wir kennen das doch! Das gibt es doch immer noch. Hatten wir es nicht von der Flaschenbierschwägerin bekommen?

Das Jean-Paul-Bier der Lang-Bräu aus Schönbrunn
Das Jean-Paul-Bier der Lang-Bräu aus Schönbrunn

Wir sind zu müde, noch einmal um die Stadt herum zu laufen, obwohl die Stationen es sicherlich wert wären. Hunger und Durst treiben uns nun ins Zentrum. Laut Wanderkarte müsste nun bald, noch vor der Stadtmitte, die Stationstafel 54 kommen. Wir können sie aber einfach nicht finden.

 

Dann Peter: "Hey, Hilde, schau mal, was da steht! Ein echter Güldner!"

Ich: "Häh, was meinst du?"

"Na, da, der kleine Traktor!"

"Ach so, ja, der ist süß!"

"So tipptopp in Schuss, is ja Wahnsinn!"
Und Peter zückt natürlich den Fotoapparat und fotografiert das Traktorchen von allen Seiten. Aber ich habe Hunger und dränge ihn weiter.

"Wir müssen noch die Tafel finden, das ist jetzt wichtiger."

"Komm' ja schon!"

Und dann laufen wir weiter stadteinwärts, aber weit und breit ist keine Tafel zu sehen. Ich will unbedingt alle Tafeln fotografieren, auch schon wegen des Textes. Damals, 2012, gab es das Buch zum Weg, den literarischen Wanderführer »Jean Paul in Oberfranken« noch nicht. Außerdem habe ich den Tick, dass wenn ich die Wanderung mache, ich auch alle Tafeln wie Trophäen einsammeln will, sowie die Jakobsweg-Pilger an jedem Ort ihre Stempel abholen. So will ich es auch. Aber da kommt keine Tafel.

 

Ich: »Das kann ja gar nicht sein, gleich sind wir mitten in der Stadt. Ich fasse es nicht!«

»Wir müssen noch mal zurück, das hilft ja alles nichts«, meint Peter.

Der scheint noch Kraft zu haben, denke ich mir. Jammernd kehren wir um und müssen sogar bergauf laufen. Da sehen wir auch schon wieder den Güldner, wie er so schön grün-rot unter einem Bäumchen parkt.

»Die Station muss vor dem Traktor gewesen sein«, sage ich und schlappe weiter, Peter hinter mir her. Dann gelangen wir wieder zur Tafel 1 des Jean-Paul-Rundweges.

»Das gibt’s doch nicht!«, schimpfe ich.

»Die haben die bestimmt vergessen, bei den vielen Jean-Paul-Tafeln hier. Ich sage nur: Wegwarte!«, knurrt Peter.

Also wir wieder zurück, unsere Schädel brummen, Durst schreit der Körper!

 

Dann leuchtet schon wieder der Güldner von Weitem zu uns her. Wir verzweifeln, bleiben vor dem grün-roten Schatz stehen und verschnaufen. Dann erst merken wir es: Hinter dem Traktorchen steht die Tafel. Wir, maßlos geblendet von dem Relikt aus vergangenen Zeiten! Wie zwei wildgewordene, rasende Hühner. Wir Trottel! Das Schimpfen auf die Wegwarte nehmen wir zurück.

 

Dem Durst- und Hungertod nahe, machen wir jetzt die richtigen Fotos. 


Hier Stationstafel 54  als Suchbild, mit Güldner im Vordergrund:

Auf dem Jean-Paul-Weg – Stationstafel 54 »Das Kreuz mit den Wanderkarten« hinter dem Traktor-Oldtimer der Marke »Güldner« in Wunsiedel
Auf dem Jean-Paul-Weg – Stationstafel 54 »Das Kreuz mit den Wanderkarten« hinter dem Traktor-Oldtimer der Marke »Güldner« in Wunsiedel

Das Kreuz mit den Wanderkarten

Am ersten Morgen hatte man zwei Reisen auf einmal zu tun, die auf dem Wege und die auf der Karte davon, welches ungemein beschwerlich und lehrreich ist. Der Exkurrens schlug eine aufgeschlagene Spezialkarte vor sich hin, auf der Fälbel allen leicht das Dorf zeigte, wo sie jedesmal waren; und da man auf diese Weise allemal den Füßen mit den Fingern nachreiste: So war vielleicht Motion (Bewegung) mit Geographie nicht ungeschickt verkettet. Gegenden, Merkwürdigkeiten, Gebäude, die natürlich nicht auf der Karte vorzuweisen waren und vor den man doch eben vorbeipassierte, mußten aus »Büschings Neuer Erdbeschreibung« geschöpft und gelehret werden, den Monsieur Fechser, der Gesellschaft allezeit über die Ortschaften vorlas, wodurch sie eben zog.

Der Rektor würde von Herzen gern von den meisten Dörfern neben der neuern Geographie auch die mittlere und alte mitgenommen haben: wären beide letzteren Geographien von ihnen zu haben gewesen; aber leider zeigen nur wenige europäische Länder, wie etwan die Türkei, Ortschaften mit doppelten Namen auf.

Übrigens ist der Rektor seitdem vollkommen überzeugt, daß die homannischen Karten nichts taugen – in der Tat, wenn man auf ihnen (nicht auf der Gegend) ganze Einöden, Wasenmeisterhütten, ausspringende Winkel der Ufer entweder ganz mangeln (wie z. B. ein Pulvermagazin nahe bei Hof und ein etwas weiter abge­legenes Spinnhaus) oder doch dasitzen in ganz falschen Entfernungen: so kann man wohl fragen: ob, wenn man von diesen Gegenden mit der camera obscura einen Aufriß nähme und dann die Karte über den Aufriß legte, ob da wohl beide einander decken würden wie zwei gleiche?

 

Jean Paul »Des Rektors Florian Fälbels und seiner Primaner Reise nach dem Fichtelberg«

Ja, ja. Peter rechnet auch die Kilometerangaben auf den Schildern nach, ob z. B. »Hin« und »Zurück« übereinstimmen. Häufig driften die Angaben aus­einander. Peter ist Sternzeichen »Jungfrau«. Die haben es mit Zahlen. Also betrachte ich seine Nachrechnerei ein bisschen als Macke. Aber – an Wegkreuzungen muss man sehr oft nach den weiterführenden Wegplaketten, die meis­tens an nebenstehende Baumstämme genagelt werden, suchen. Dann läuft man falsch. Nun denn, das ist und war wohl schon immer so, durch alle Jahrhunderte. Vielleicht liegt es daran, dass die Wegwarte die Wege schon kennen und sich gar nicht mehr vorstellen können, dass man sie eben nicht kennt. Wie dem auch sei: Wir haben Durst und Hunger.

 

»Aber wir schauen noch schnell, wo Jean Paul geboren wurde. Das muss doch im Zentrum sein, da gibt’s bestimmt auch was zu essen«, schlage ich vor. Peter stöhnt und würde lieber streiken.

Vom Jean-Paul-Weg auf die Jean-Paul-Straße in Wunsiedel
Vom Jean-Paul-Weg auf die Jean-Paul-Straße in Wunsiedel

Mittlerweile humpelnd und hinkend erreichen wir den Jean-Paul-Platz in Wunsiedel. Da ist aber nichts. Dann stellt sich heraus, dass es das Geburtshaus so gar nicht gibt. Jedenfalls im Jahr unserer Wanderung, 2012, noch nicht. Heute, wo ich das Wandertagebuch schreibe, im Jahr 2016, habe ich heraus­gefunden, dass das Jean-Paul-Geburtszimmer erst zu seinem 250. Geburtstag, am 21. März 2013, im jetzigen Ev. Gemeindehaus am Jean-Paul-Platz 5 eröffnet wurde. Das Ge­burts­zimmer wurde dem Bau­zustand zur Zeit der Geburt Jean Pauls nach­empfun­den. Da die originalen Möbel nicht mehr existierten, wurden Bett und Schrank nach historischem Vorbild nach­gebaut und weiß gestrichen. So kann man heute den Ort, wo Jean Paul geboren wurde, besuchen.

 

Öffnungszeiten und mehr kann auf der Webseite von Jean-Paul-Geburtszimmer erfahren.

Außerdem gibt es in Wun­siedel ein Museum des Fichtelgebirgsvereins  in dem auch für den bekannten Sohn der Stadt ein Jean-Paul-Zimmer eingerichtet wurde. Das Fichtelgebirgsmuseum ist das größte bayerische Regionalmuseum, das, von steinzeitlichen Fundstücken angefangen, bis hin zu Kunstwerken der Gegenwart, vielseitig und reichlich Schaustücke präsentiert. Vor allem aber wird hier die Kultur der Menschen in diesem eher kälteren Landstrich warm und lebendig erzählt. Es gibt eine mittelalterliche »Schwarzen«, eine Rauch-Küche, oder man erhält Einblicke in den hiesigen Bergbau nach Erz, Silber und Gold. Selbst Alexander von Humboldt hielt sich mehrere Jahre im Fichtelgebirge auf … Das Museum befindet sich am Spitalhof 5 in Wunsiedel.

 

Ehrlich gesagt, bis dahin hatten wir es auch nicht geschafft. Es ist heiß und wir schleppen uns immer noch. Unterwegs tat sich dann Gott sei Dank eine kleine Schänke auf: die »Königsstube«. Endlich! Hier kann man sogar draußen auf Bierbänken sitzen. Uns war nicht nach Kaffee, sondern nach einem zünf­tigen Bier mit herzhafter Mahlzeit. All das haben wir hier bekommen und noch viel mehr. Die Wirtin ist süß und schwatzt mit uns ein bisschen. Das hört sich hier in Wunsiedel auch oberpfälzisch an, wie bei unseren Vermietern. Klingt lustig.

»Und was machens da?«, fragt sie natürlich, und wir erzählen alles vom Jean-Paul-Weg, von Hof bis nach Wunsiedel, und dass wir jetzt nach Röslau zurück zum Auto fahren müssen, aber noch nicht wissen, wann und wie.

»Verstandn hab i zwar nix, aber i bring ihna an Busfoahrplan!«, sagt sie noch, und schon war sie weg.

Das Glück winkt immer aus der Ferne

So schön! Wir nehmen einen kräftigen Zug. Plötzlich hupt es hinter uns laut und lebhaft. Wir drehen uns um und sehen, einen Bierlaster vorbeifahren, aus dem ein Mann ganz kräftig zu uns hinüberwinkt. Ich gucke fragend, Peter antwortet mit freudigem Ausruf: »Ja, das ist der Mann der Flaschenbierschwäge­­rin! Der kennt mich. Und hat gesagt, dass er bei der Lang-Bräu Bier ausfährt.« Wir winken genauso kräftig zurück. 

 

Und wer nun den Mann der Flaschen­bier­schwägerin, also den Bruder un­seres Vermieters, gerne einmal selbst ken­nen­lernen möchte, auf der Webseite der »Lang-Bräu«, unter dem Menüpunkt »Heimdienst« können Sie es! Ganz rechts, der ist es! …

 

Und wie schön das ist! Jetzt kennen wir langsam schon die ganze Verwandt­schaft. Und irgendwie dürfen wir auch ein bisschen dazugehören, denn heu­­te Abend warten schon zwei Stücke Kuchen von unserer Vermieterin auf der Treppe. Da müssen die Matjes noch einen Tag warten.

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